Hamm: Stadt mit Spielraum

Schon zur Zeit der Hanse war Hamm weltweit aufgeschlossen.

Kaufleute der Stadt waren seit dem 15. Jahrhundert in allen Teilen Europas unterwegs. Hammer Leinwand wurde sogar bis nach Westindien exportiert. Im 20. Jahrhundert schließlich waren es die Drahterzeugnisse, die die Stadt aus dem Herzen Westfalens in aller Welt bekannt machten.

Doch es gab und gibt nicht nur Geschäftsverbindungen rund um den Erdball. Besonders wichtig sind Freundschaften, die vor Ländergrenzen und Meeren nicht Halt machten. Beweis dafür sind die offiziellen Partnerschaften, die Hamm mit acht Städten aus sechs Ländern und zwei Kontinenten geschlossen hat.

Seit der Kommunalen Neuordnung im Jahr 1975 ist Hamm Großstadt mit einer Fläche von rund 225 Quadratkilometern und rund 180 000 Einwohnern. Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1226 von Graf Adolf von der Mark "Auf dem Hamme" zwischen Lippe und Ahse. Der Grund: Die Einwohner der nach dem Meuchelmord an dem Kölner Erzbischof Engelbert aus Rache zerstörten Stadt Nienbrügge sollten eine neue Heimat finden. Schwer zu leiden hatten die Hammer Bürger im 16., 17. und 18. Jahrhundert unter der Pest und unter großen Feuersbrünsten, die mehrmals fast die ganze Stadt zerstörten.

Überregionale Bedeutung erhielt die Lippestadt mit der Übersiedlung des Oberlandesgerichts von Kleve nach Hamm im Jahr 1820, das heute eines der größten in Deutschland ist. Wichtig für die industrielle Entwicklung waren der Eisenbahnanschluss im Jahr 1847 und die Fertigstellung des Lippe-Seiten-Kanals und des Hafens 1914. Auch als Kurbad machte Hamm von sich reden, nachdem 1876 eine Solequelle entdeckt worden war. Die Sole versiegte, aber Kurpark und Kurhaus sind heute noch Schmuckstücke der Stadt. Sie überstanden auch den 2. Weltkrieg, in dem bei Bombenangriffen mehr als 1 100 Bürger ums Leben kamen.

 

Touristische Informationen: www.verkehrsverein-hamm.de
Offizielle Homepage der Stadt Hamm: www.hamm.de